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Puffins und ihre Nachbarn …

Lumme_IMG_1229_DPP_k-k… oder …

8 Tage Fototour, vorbei an zerklüfteten Küsten Norththumberlands mit Farne Islands und einem Besuch auf Schottland´s Bass Rock

(Thomas Brocher)

Anfang 2009 machten wir uns Gedanken über eine diesjährige Fototour. Es sollte mal was anderes sein als die üblichen Ziele in Deutschland, trotzdem preislich im Rahmen bleiben. So kamen wir auf Bass Rock und die Farne Islands in Schottland bzw. England. Flug, Auto und Unterkunft waren kein Problem und alles online zu buchen. Zahlreiche Infos sammelten wir vorab im Internet und bei Naturfotografenkollegen, welche bereits vor Ort gewesenen sind. Schon mal vorab gesagt: Wir hatten wahnsinnig Glück mit dem Wetter und konnten so zahlreiche Fotos zusammen tragen von dieser lohnenswerte Reise. Doch lest selber …

 

 

 

 

 

 

Tag 1, Freitag den 19.06.09

Abflug war um 10:50 h ab Köln/Bonn, Ankunft 11:35 h Edinburgh. Flug und „seitenfalsche“ Autofahrt waren kein Problem. Da wir unsere Unterkunft in Seehouses erst ab Samstags gebucht haben, führte uns die Fahrt zunächst über die A720 und A1 nach Dunbar. Ab dort startet am 23.06.09 unser Boot zum Bass Rock, so schauten wir uns schon mal den Start-Hafen an. Diese Tagestour über ca. 6 Std. haben wir ebenfalls einige Wochen vorab online beim scottish seebird center unter www.seabird.org gebucht und mit 95,- Pfund/Person bezahlt. Zeitiges Buchen ist absolut notwendig, sind doch diese Fahrten immer stark ausgebucht.

Am Hafen wurden einige Aufnahmen gemacht, denn dort gibt es eine brütende Möwenkolonie und einen fotogenen Hafen. Den Bass Rock lichteten wir bei guter Sicht von der alten Hafenruine aus ab.

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Etwas später ging es weiter über die A1 und A1107 zum Naturreservat der Kliffe bei St. Abb´s Head bei Coldingham. Zunächst fuhren wir nur den halben Weg ins Reservat und fanden am ersten steinigen Parkplatz eine herrliche Felsenküste vor. Doch diese war in der Nachmittagssonne nicht sonderlich fotogen. Also wieder ins Auto und rauf bis zum Ende der Straße, an den Leuchtturm St. Abb´s Head. Dort gingen wir etwas herum und sahen Tausende brütende Möwen und Lummen. Es erinnerte uns stark an Helgoland, jedoch deutlich gefährlicher. Keinerlei Absicherung an den steilen Küsten ließen uns inne halten. Doch wir beschlossen am nächsten Morgen, bei günstigerem Sonnenstand, wieder dort zu sein.

Somit ging es nach einer Stärkung im landestypischen Stil mit Fish & Chips in Eyemouth zum Abend hin wieder an die Kliffe. Kurz vor Sonnenuntergang wurde das Licht für uns akzeptabel. Aufnahmen direkt vom Ufer und auf der Höhe des Parkplatzes brachten uns spannende Momente auf den Chip.

Wie gesagt hatten wir noch keine Unterkunft für diese Nacht. Da wir sowieso um 04:30 h bei Sonnenaufgang, der vermutlich schönsten Zeit für diese Kliffe, wieder vor Ort sein wollten, schliefen wir kurzerhand im Auto.

 

IMG_1498_DPP_k-kTag 2, Samstag den 20.06.09

 

Die Nacht war übel, denn geschlafen haben wir kaum 1 Stunde. Dafür waren wir um 04:30 h am Start und hofften auf einen schönen Sonnenaufgang. Doch leider kam es anders, die Sonne ließ sich wirklich nur ganz kurz für wenige Minuten blicken. Diese Zeit nutzten wir trotzdem für einige Aufnahmen.

 

Ansonsten haben wir die rauen Kliffe mit Langzeitbelichtungen und Grauverlauffilter fotografiert. Das Wasser wurde dadurch als weiche Ebene dargestellt, die Felsen schaumig umspült, die Wolken total verwischt …

Anschließend fuhren wir weiter nach Seehouses. Im Vorbeifahren hielten wir Ausschau nach der alten Burg „Holy Island“. Diesen Standort kann man nur bei Ebbe erreichen, ansonsten ist der Weg dorthin überflutet.

Weiter führte uns die Fahrt vorbei an Bamburgh Castle nach Seehouses und den vorgelegenen Farne Islands. Dort gg. 08:00 h angekommen, schauten wir nach unserer Unterkunft, den Geschäften und Pubs. Anschließend führte uns der Weg zum Hafen um sich nach Bootsfahrten zu erkundigen. „Billy Shield“ wurde uns bereits im Deutschland empfohlen, ist er doch der Einzige, der einen „All-Day-Trip“ anbietet. Diese dauert ca. 5,5 Std., kostet 25 Pfund und führt an den Inseln vorbei mit jeweils ca. 2 stündigen Landgängen auf Staple Island und Inner Farne.

Doch für diesen Nachmittag bot sich nur noch seine Afternoon-Tour mit Start um 13:00 h nach Inner Farne an, denn wir bekamen unser Ferienhaus um 12:00 h übergeben. Karten gekauft, Haus bezogen, kurz eingekauft und startklar gemacht.

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Papageitaucher_IMG_8741_DPP_k-k
Nur 5 Minuten Gehweg und wir standen am Pier. Leider war die Hetze umsonst, denn die völlig ausgebuchten Boote hatten 25 Minuten Verspätung. Schon mal als kleinen Tipp: Wer es sich aussuchen kann, der sollte nicht an einem Wochenende die Farne Islands besuchen, es ist wahnsinnig voll mit Besuchern.

Das Wetter war bedeckt, mit ganz wenig Regenschauern. Etwa 1 Stunde dauerte die Überfahrt mit vielen Erklärungen zu den Tieren und Inseln. Netterweise hielt der Skipper an allen fotografisch interessanten Inselstücken. Wert und Umfang, der auf den Inseln an Objektiven und Kameras bei den Fotografen vorhanden war, stellt jedes Fussball-Bundesligaspiel in den Schatten.

Auf Inner Farne angekommen wussten wir ja gar nicht was uns erwartet. Zunächst eine seltsame Überraschung, denn man musste noch 5,80 Pfund Eintritt für die Inseln zusätzlich zur Schiffsfahrt mit 12,- Pfund zahlen. Ein Naturschutzangestellter warnte alle Besucher vor den Küstenseeschwalben, denn diese brüten unmittelbar am Weg und greifen alles an was sich bewegt. Im wahrsten Sinne des Wortes, hackten die Seeschwalben jeden Besucher in den Kopf. Ein Hut ist hier eine gute Empfehlung. Auch ein Stativ, welches über den Kopf hinaus ragt, ist eine Möglichkeit. Diese Situation lässt als Entschädigung äußerst interessante Aufnahmen aus nächster Nähe, oft unter der Naheinstellgrenze der Objektive zu.

Weiter den Rundgang entlang, führt einen der Weg an den Bruthöhlen der ständig ein-und aus-fliegenden Papageitauchern, den Puffins, vorbei. Schön im blühenden Grün gelegen, hat man hier viele Gelegenheiten diese zu fotografieren. Flugaufnahmen sind ebenfalls möglich, wenn sie auch eine sehr gute Reaktionszeit des Fotografen sowie einen möglichst guten AF der Kamera-Objektiv-Kombi verlangen.

Am Ende des Wegs kommt man direkt an die Klippen. Dort brüten nur wenige cm neben der Absperrung zahlreiche Kormorane, Lummen und Tordalken. Portraits sind hier kein Problem, höchstens durch die Naheinstellgrenze der Objektive.

Nach einem ereignisreichen Tag, nahmen wir noch ein Abendessen im Hafenrestaurant „Bamburgh Castle Inn“ ein und gingen auf Grund unseres wenigen Schlafes in der Nacht zuvor sehr früh zu Bett.

 

Tag 3, Sonntag den 21.06.09

Sturmmoewe_IMG_1589_DPP_k-k

Ausgeruht starteten wir um 08:00 mit einem Frühstück, bearbeiteten noch ein wenig die Bilder vom Vortag und machten uns fertig für den All-Day-Trip zu den Farne Islands.
Die Karten waren reserviert und pünktlich um 09:30 kauften wir sie am Pier.
Die Überfahrt war extrem ruhig, kein Windhauch ging um unsere Ohren, dazu ein strahlend blauer Himmel – ein traumhafter und fotogener Tag erwartete uns.

Schon vom Boot aus machten wir erste Aufnahmen, vorbei an kleineren Inseln mit entsprechenden Brutkolonien und neugierigen Kegelrobben im Wasser. Auf Staple Island hieß es wieder mal „Zahlemann und Söhne“. Um 5,80 Pfund ärmer freuten wir uns auf neue Eindrücke. Papageitaucher und andere Vogelarten zogen ihre Bahnen am Himmel. Den Weg entlang kamen wir gar nicht umher die Taucher zu fotografieren. An einem Hang konnten wir sie schön vor dem Himmel freistellen, bzw. ihren Anflug fotografieren. Auf die Ankunft mit Sandaalen im Schnabel warteten nicht nur wir sondern auch die Dreizehenmöwen. Gerade auf dem Boden aufgesetzt, wurden die Papageitaucher bereits attackiert um ihnen den Fang streitig zu machen. Etwas weiter über das Felsplateau waren noch unzählige Lummen und Papageitaucher zu bestaunen und fotografieren.

 

 

Kuestenseeschwalbe_LOCK2329_k-kNach den 2 Std. und 15 Minuten auf Staple Island ging es sofort weiter nach Inner Farne. Diesmal hatten wir glücklicherweise 3 Std. Zeit, denn eine Besuchergruppe an Bord hatte entsprechend vorgebucht – Glück gehabt.
Das Programm war natürlich für uns das Gleiche wie am Vortag, doch jetzt wussten wir besser Bescheid und suchten uns die gewünschten Motive.
Etwas erschöpft und von der Sonne vollkommen verbrannt, kamen wir gg. 17:00 h wieder im Hafen von Seehouses an. Sofort etwas getrunken, eine Pizza in den Ofen, an den Laptop zum Bilder sichten und aussortieren.

 

 

 
IMG_1976_DPP_2_k-kTag 4, Montag den 22.06.09

Um 04:00 h begann der Tag mit dem üblichen Blick aus dem Fenster. Leider hatten wir abermals bedeckten Himmel, so dass sich ein Aufstehen für Sonnenaufgangsfotos erübrigte.
Gegen 08:00 h wurden wir wach und beratschlagten den Tag. Die Umgebung erkunden war genau richtig, ein paar Schlösser, etwas Landschaft, da findet sich schon was.

Unsere Fahrt führte uns nach Bamburgh Castle, Holy Island und Alnwick Castle. Bamburgh Castle liegt in unmittelbarer Nähe zu Seehouses. Wir parkten am Strand, packten die Sachen und machten einige Aufnahmen vom Strand und der Umgebung. Der Himmel gestaltete sich abwechslungsreich an diesem Tag, von daher kein Problem. Für die nächsten Tage wurden ein paar Uhrzeiten auf Grund der zu erwartenden Gezeiten zu weiteren Aufnahmen des sehr fotogenen Bamburgh Castle festgelegt und weiter gings.

Holy Esland ist nur bei Ebbe zu erreichen, ansonsten ist die Zuführungsstraße in das nette Örtchen überschwemmt. Das Schloss machte was her, bot sich aber zu unserer Uhrzeit durch hartes Mittagslicht nicht als Motiv an.
Einige Tage vorher hörten wir noch von „Harry Potters Schloss“ in Alnwick, also dorthin. Unsere Enttäuschung war groß, denn entgegen der Darstellung im Film liegt das Schloss weder in schöner Landschaft, noch war es gut zu erreichen. Mitten in der Stadt mit einem Gerüst verkleidet bot es alles andere als ein schönes Motiv, also wieder zurück nach Seehouses.
Dort war doch noch die Felsküste hinter dem Campingplatz, erinnerten wir uns. Zu Fuß machten wir uns auf den Weg. Und tatsächlich, wunderbar gelegen am felsigen Strand erhoben sich einige schroffe Klippen. Darin brüteten hunderte Dreizehen- und einige Sturmmöwen. Weiterhin fanden wir am Fuß der Klippen einige Sandregenpfeifer mit Nachwuchs, ein mehr als lohnenswertes Motiv. Etwas später durften die Klippen mit abfließender Ebbe und sich freilegenden Felsen als Motiv herhalten.
Tag 5, Dienstag den 23.06.09

Für den vierten Tag stand Bass Rock auf dem Kalender. Alles wurde am Vorabend gepackt und stand zur Abfahrt um 04:00 h bereit. Unser erstes Ziel war Bamburgh Castle bei Sonnenaufgang. Ca. 45 Minuten hatten wir dafür und gestalteten ein paar Fotos. Dann ging es weiter Richtung Bass Rock und unseren Starthafen in Dunbar, wir wollten pünktlich um 06:30 h vor Ort sein.

Bereits um 06:10 h standen wir bei bestem Licht am Hafen, pünktlich um 06:30 h ging es los. Eine nette Dame von Seabird nahm uns in Empfang, kontrollierte die pers. Daten aller 10 Teilnehmer und nach einer Verhaltensansprache in englisch stiegen wir ins Boot. Die Überfahrt dauerte ca. 45 Minuten, dann lagen wir an der Treppe am Bass Rock an. Es war überwältigend vor diesem riesigen Steinkoloss anzulegen. Bei sehr ruhigem Seegang war der Ausstieg kein Problem. Vor blauem Himmel mit lockeren Wolken kreisten hunderte Basstölpel. Vor „Beschiss“ wurden wir gewarnt und waren vorbereitet. Ralf traf es bereits auf den ersten Stufen. Wir alle sollten bei dieser riesigen Vogelschar von ca. 40.000 Brutpaaren nicht verschont bleiben und bekamen unsere Ladungen im Laufe unseres Aufenthaltes ab. Hinter der Führerin her, stiegen wir eine um die andere Treppe hinauf, bis wir etwas oberhalb des Leuchtturms ankamen. Die Vögel saßen auf den Treppen und mussten zunächst ganz behutsam von unserer Begleitung auf ihre Plätze verwiesen werden. Sie sperrte für uns ein Areal ab, hier durften wir uns frei aber sorgsam bewegen. Es hieß zum einen die natürliche Distanz der Tiere zu waren, zum anderen keine Nester oder gar die Tiere zu gefährden. Auf das mutwillige Zerstören von Gelegen hieß es zahlen, 2000 Pfund Strafe wurden uns genannt, das warnt zusätzlich. Etwas schade ist es, dass keine Gelegenheit mehr besteht bis auf den Gipfel zu steigen. Doch das ist angesichts der schier unglaublichen Anzahl von Vögeln auch mehr als verständlich.

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Wir hatten nun ca. 3 Stunden Zeit zu fotografieren. Zunächst sondierten wir die Lage: Wie nahe kann man ran an die Tiere, wie nähere ich mich am Besten, wo ist gerade Action, aus welcher Richtung kommt der Wind, wo steht die Sonne, welche Brennweite soll eingesetzt werden, …, alles Dinge die zu guten Fotos beitrugen. Für die Übersichtsaufnahmen setzten wir das Weitwinkel ein, für Portraits lange Brennweiten, teils mit Zwischenring. Zunächst hatten wir etwas Pech mit dem Wind, denn die Vögel landeten mit ihrer nicht ganz so fotogenen Kehreseite zu uns. Das änderte sich zum Glück durch den Wechsel der Windrichtung ca. eine halbe Stunde vor Abreise. So kamen wir noch zu den Aufnahmen von Landungen in unsere Richtung. Anschließend hieß es wieder Abschied nehmen und abwärts zum Schiff, denn jetzt stand noch das Anfüttern auf hoher See auf dem Programm. Davon hatten wir schon gehört und freuten uns sehr darauf. Wichtig ist es vor betreten des Schiffes frische Batterien und leere Speicherkarten einzulegen, denn es sollte ganz schön hektisch werden. So schießen doch die Tölpel mit bis zu 60 Meilen pro Stunde ins Wasser um ihre Beute zu ergreifen. Das Schiff zog vor Bass Rock ca. 10 Minuten immer währende Kreise und es wurden jede Menge Fische in die Nordsee geworfen.

 

 

 

 

Toelpel_IMG_0339_DPP_k-kZu unserer Enttäuschung waren die Möwen in ganz klarer Überzahl. So war es sehr schwierig überhaupt Tölpel alleine beim Eintauchen zu erwischen, oft war eine oder mehrere Möwen im Weg für ein passendes Bild. Hier war es unumgänglich mit kurzer Brennweite zu fotografieren und eine gute Reaktion zu besitzen. Denn alles passierte direkt vor dem Schiff, so dass bei uns 40-70mm an der 40D sehr gut passten. Ein 100-400mm Tele war meist schon am kurzen Ende zu lang und die Vögel waren fast nie ganz auf dem Bild. Übrigens: Ein Blick nach oben kann nicht schaden, denn Flugaufnahmen mit der kurzen Brennweite sind jetzt kein Problem.

Mit einem Stapel unglaublicher Eindrücke und spannender Fotos gingen wir glücklich in Dunbar wieder an Land. Wir konnten es kaum abwarten in unserem Ferienhaus die Fotos zu sichten.

 

 

Lumme_IMG_8207_DPP_k-kTag 6, Mittwoch den 24.06.09
Dienstag war herrlichster Sonnenschein, also versuchten wir abermals unser Glück mit einem Sonnenaufgang. Die Wecker standen auf 3:30 h, ein paar Meilen mussten wir noch zurück legen zu unserem Strand vom Bamburgh Castle und dem Sonnenaufgang gg. 04:15 h. Die 45 Minuten vom Vortag und das Wetter reichten nicht aus für die Aufnahmen, welche uns vorschwebten. Heute klappte es besser, inklusive nasser Schuhe durch die Wellen der Flut.Nach der Rückkehr in unser Feriendomizil kauften wir uns Karten für eine Tour nach Stapel Islands, die unserer Meinung nach interessantere der Farne Islands. Am Pier herrschte bei Ebbe das übliche Chaos, denn wir und mind. 100 weitere Personen standen dort bereit zur Abfahrt. Der niedrige Wasserstand zwang die Veranstalter alle Personen zunächst in kleinere Boote zu laden um später auf die notwendigen Transportschiffe umzusteigen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kormoran_IMG_8699_DPP_k-kEndlich gegen. 10:30 h ging es los, um ca. 11:20 h legten wir an Stapel Island an. 2 Stunden hatten wir nun Zeit bis zur Rückfahrt. Da wir uns von vor 3 Tagen nun bestens auskannten, suchten wir die angedachten Motivstandorte auf. Abermals spielten wir mit der Bildkomposition oder speicherten Actionszenen ab. Das Wetter spielte abermals mit, blauer Himmel soweit das Auge reicht. Wer hat eigentlich erzählt, dass in England ständig Nebel herrscht oder Regen fällt? Für uns in diesen Tagen kaum vorstellbar.

 

Nachmittags musste etwas Schlaf nachgeholt werden, doch Abends suchten wir an den Strandklippen von Seehouses nach geeigneten Motiven in der sich verabschiedenden Flut.

 

 
Tag 7, Donnerstag den 25.06.09
Oh weh, der letzte volle Tag vor Ort, was machen wir heute? Auf Grund des traumhaften Wetters haben wir in den letzten Tagen deutlich mehr vor die Linsen bekommen, als wir uns in kühnsten Träumen erhofft haben.

Doch wir wollten den letzten Tag nicht ungenutzt im Ferienhaus verbringen. Also früh um 06:00 h wieder los an die Küste von Seehouses. Mal schauen ob sich heute früh dort ein Besuch lohnt. Die Nordsee war nicht so wild wie wir es erhofften, doch die Sturmmöwe und einige Lerchen fanden 4 Stunden lang unsere volle Aufmerksamkeit. Die besten Bilder des Tages gelangen beim Rüttelflug einer Lerche kurz vor oder nach der Fütterung der Jungen. Da sich nun der Himmel etwas zuzog, machten wir uns an die Arbeit die Fotos der Woche zu bearbeiten. Am späten Nachmittag klarte sich das Wetter wieder auf und der Himmel strahlte mit dem uns sehr wohl bekannten Blau entgegen. Und wieder ging es auf zu den Lerchen, in der Hoffnung noch ein paar gute Moment mitnehmen zu können. Genau so kam es auch. In diffuser Spätnachmittagssonne setzte eine Lerche mit Futter für den Nachwuchs an um zum Nest zu gelangen. Dieses lag am Hang und im Gegenwind begab sich die Lerche langsam aber sicher zum Sinkflug. Genau richtig in der Geschwindigkeit, denn so gelang abermals eine herrliche Serie einer fliegenden Lerche. Als diese im Kasten war, war die Sturmmöwe das Objekt der Begierde. Gerade an der Steilküste entlang flog sie mehrfach vorbei. Das Objektiv wurde auf eine Stelle an den Kliffen ausgerichtet, den die Vögel passierten. Glücklicherweise änderte sie ihr Verhalten auch diesmal nicht, weshalb einige Flugsequenzen den Weg auf die Speicherkarte fanden.

Nun wurde es Zeit, die Sachen für den Abflug am nächsten Tag zu packen und diese mehr als erfolgreiche Fototour 2009 mit einem letzten Besuch im Pub ausklingen zu lassen.

Feldlerche_IMG_1537_DPP_k-k

Sandregenpfeifer_IMG_0020_DPP_k-k

 
Tag 8, Freitag den 26.06.09
Der Abreisetag ist durch den Rückflug fotografisch gesehen wenig spektakulär, kein Foto wurde gemacht. Um 12:00 h Ortszeit startete der Flieger, gegen. 15:00 h erwarteten unsere Lieben die beiden Fotografen mit einer unerwartet hohen Anzahl Aufnahmen und herrlichen Erinnerungen am Flughafen in Köln/Bonn. Deutschland und der Alltag hatte uns wieder.