Naturbilder Digital

Stative und Köpfe

Mitte 2009

Frank´s Stative und Köpfe:

Bei mir kommen aktuell drei Stative zum Einsatz:
Einbein, 2 Dreibeine

Manfrotto 681B
Einbeinstativ in für mich ausreichender Qualität, preiswert und gut. Es ist schnell ausfahrbar durch Klappverschlüsse und steht selbst ausgefahren sehr stabil. Das setze ich immer ein, wenn ich sehr flexibel sein will und kein schweres Stativ mitschleppen möchte. Damit ist dann doch ein stabileres Arbeiten möglich als bei Freihandaufnahmen.
Für zusätzlich besseren Bodenkontakt und damit sichereren Stand habe ich den Stativfuß mit einer beweglichen Bodenplatte ausgestattet.

Velbon Sherpa Pro CF 530
Mein bisher genutztes Berlebach Report 9033 habe ich nach gut zwei Jahren gegen dieses leichte Carbonstativ ausgetauscht. Das Berlebach war für mich auf Dauer doch zu umständlich in der Höhenverstellung zu bedienen, wodurch ich oftmals für ein schnelles Reagieren zu langsam war und gute Motive verpasst hatte.
Zugegeben, das Pro CF 530 habe ich etwas zu schnell gekauft. Aber für eine Flugreise brauchte ich ein leichtes Stativ, das auch noch in einen Koffer passte. Im dslrforum fand ich gerade zeitlich passend dieses Stativ und weil der Preis stimmte griff ich einfach zu.
Bereut habe ich diesen Kauf nicht, weil es mir von anfang an gute Dienste leistete und die leichte Höhenverstellung über die Drehverschlüsse ist einfach ein Traum.
Nach kurzer Zeit (eigentlich sofort) merkte ich aber, dass eine Arbeitshöhe von etwa 1,4m (ohne Mittelsäule, die nehme ich nur in äußersten Notfällen ) doch sehr knapp ist.
Also entschloß ich mich, mir ein größeres Carbonstativ zu kaufen. Und das Sherpa wieder abzustoßen.
Das Sherpa behalte ich aber jetzt doch, weil ich wohl kaum mehr als 120 bis 140 Euro dafür bekommen würde und es außerdem in den Bergen sicherlich viel besser zu transportieren ist als ein großes Stativ. Und für Makroaufnahmen in Bodennähe ist es auch super einzusetzen.

Feisol CT-3371
Da ich preislich nicht über 400,.€ gehen wollte, entschied ich mich für das CT-3371 von Feisol. Die passende Nivellierkalotte nahm ich direkt dazu.
Die Bestellung über die deutsche Feisol Webseite ist denkbar einfach und die Lieferung unglaublich schnell und zuverlässig.
Als ich das Stativ auspackte, war ich beeindruckt von der Massigkeit und der Größe bei geringem Gewicht.
Die Verarbeitung ist einwandfrei. Die einzigen Kritikpunkte sind die etwas ungünstigen Winkel der Beinarretierung von 25, 75 und 90 Grad- Ich hätte mir statt 75 Grad lieber 55 oder 60 Grad gewünscht.
Und der fehlende Verdrehschutz in den Beinen wäre noch zu bemerken. Aber beide sind für mich absolut kein Argument gegen dieses tolle Stativ. Mit der montiereten Nivellierkalotte ist kein bodennahes Arbeiten möglich, weil der Griff wie eine feststehende kurze Mittelsäule nach unten steht.
Also habe ich mir einen kurzen Griff drehen lassen und komme jetzt ganz flach auf den Boden.
Die Stabilität ist sehr überzeugend. Die Arbeitshöhe bis zum Sucher beträgt mit Stativkopf und Kalotte gut 1,80m und ist jetzt für mich (1,73m) genau richtig, um auch mal an Hängen die Kamera noch auf Augenhöhe zu haben.
Ich denke, dass ich jetzt für die nächsten Jahre mit den beiden wunderbaren und sehr leichten Carbonstativen sehr gut gerüstet bin.

In der Zwischenzeit habe ich bis heute (2014) noch einige Umbauten an diesem Stativ vorgenommen, um es noch besser an meine Bedürfnisse an zu passen.
Als erstes habe ich mir vor gut drei Jahren vom Nachfolgermodell des CT-3371 die Zentralplatte als Ersatzteil vom Feisol-Kundendienst als Ersatzteil besorgt. Dazu gehörten auch drei nue Beinanschlüsse. Diese Zentralplatte gestattete mir jetzt endlich gescheite Abstufungen der Beinanstellwinkel. Der Austausch der alten Platte und der Beinanschlüsse war denkbar einfach. Es waren nur die drei Innensechskantschrauben zu lösen und die Achsstifte heraus zu drücken. Dann erhitzte ich vorsichtig die alten Beinanschlussstücke mit einem Heißluftgebläse (Einstellung ca. 600 Grad), bis sich die Klebeverbindungen lösen ließen. Achtung, Handschuhe tragen!!! Danach konnte ich diese Anschlüsse nacheinander von den Beinen abziehen. Als nächstes wurden die Beine von evtl. Kleberresten befrei (mit 400er Schmirgel und Aceton nachgereinigt). Die neuen Anschlusstücke wurden dann vorsichtig mit nicht zuviel Sekundenkleber wieder eingeklebt. Hier muss man auch gut aufpassen, das kein Kleber in die Mechanik der Anschlussstücke läuft. Daher die Beine nicht während des Klebens zum besseren Eindrücken der Beine in das Anschlusstück auf den Kopf stellen!!! Ich habe dadurch ein Teil versaut und musste es nachbestellen, was dann wegen der Lieferung direkt aus Taiwan drei bis vier Wochen zusätzliche Zeit gekostet hat.

Im letzten Jahr habe ich mir dann das Stativ noch so angepasst, dass ich auch eine Mittelsäule sowie eine Nivelierkallotte einsetzen kann. Die Mittelsäule habe ich auch noch teilbar gemacht.

Warum diese ganze Bastelei an diesem Stativ?

Nun, Da ich dieses Teil bereits seit einigen Jahren eingesetzt hatte, und die heutigen Nachfolgemodelle, die sicher meine Wünsche alle erfüllen, auch über 500,-€ kosten, war mir das zuviel Geld, zumal ich für mein mittlereile sehr gebrauchtes Stativ keinen vernünftigen Preis mehr erzielt hätte. Weil ich im Grundsatz mit dem guten Stück auch sehr zufrieden bin (o.k. einen Verdrehschutz hat es leider nicht, aber das stört mich auch nicht) entschied ich mich für die kostengünstigere Aufrüstung.

Die ganzen Teile bezog ich direkt über den technischen Kundendienst in Aachen. Nachdem ich dem wirklich freundlichen Mitarbeiter telefonisch erklärt habe, was ich vorhabe, hat er mir die Einzelteile als Ersatzteile direkt in Taiwan bestellt und ca. drei Wochen später hatte ich alles erhalten. Ein paar Sachen musste ich noch auf der Drehmaschine bzw. Fräsmaschine anpassen lassen und dann war alles für den Zusammenbau fertig und mein Stativ funktioniert einwandfrei.
Bohnensack
Der Bohnensack ist mein stäniger Begleiter, wenn ich aus dem Auto heraus fotografiere. Ins offene Fenster gelegt, stabilisiert er auch schwere Objektive sehr gut.
Für bodennahe Aufnahmen lässt er sich auch super einsetzen.
Einmal hatte ich vergessen, ihn für den Urlaub ein zu packen. Also besorgte ich mir morgens früh auf dem Weg zum Wasseramselrevier in Südtirol in einem Lebensmittelladen zwei Kilo losen Reis, füllte ihn in einen Baumwol-Einkaufsbeutel, verknotetete ihn so, dass er nicht zu stramm war unde rReis sich noch etwas verteilen konnte und ich hatte wieder eine wunderbare Kameraauflage die sehr schön am Ansitz auf einen Felsen legen konnte.

Benro KB-1
Der Kugelkopfkopf ist ein kompakter chinesischer Nachbau des berühmten Monoball B1 von Arca Swiss, nur etwas kleiner.
Mit einer Friktionskontrolle ausgestattet funktioniert er wunderbar und reicht mir völlig. Er trägt selbst einen Body mit Batteriegriff mit dem 100-400 problemlos.
Ich setze ihn auf den Dreibeinstativen und dem Einbein ein.

Diesen Kugelkopf setze ich selber nicht mehr ein. Den nehme ich höchstens mal als Lehgerät für meine Kursteilnehmer.

Heute setze ich einen Kopf von Feisol auf dem Velbon Sherpa ein und auf dem Feisol-Stativ benutze ich einen Kugelkopf von Sirui, der wirklich für meine Zwecke (lange Zeit 300er/2,8 mit Telekonverter und EOS 5D MarkIII) einwandfrei funktioniert. Das bei einem Preis von gerade einmal gut 100,-€ !!! Da kommt dann auch kein Arca Swiss Kopf mit.

Wimberley Head

Diesen Kopf habe ich für meinen Eigengebrauch anhand von Bildern nachgebaut, ohne ein Original als Muster zu haben. Er ermöglicht ein sehr flexibles aber doch stabiles Schwenken bei Flugaufnahmen von Vögeln (welche Tiere sollten sonst auch fliegen?). Daher ist er trotz seines relativ hohen Gewichts (der Bügel besteht aus massivem Aluminium) standardmäßig auf dem Berlebach-Stativ (inzwischen wie oben zu lesen ausgetauscht) im Einsatz. Nur in letzter Zeit habe ich den Kugelkopf montiert um mit „leichtem“ Gepäck ohne Transportkarre z.B. bei unseren Damhirschen unterwegs sein zu können. In der Zwischenzeit habe ich mir diesen Kopf so umgebaut, wie der Wimberley Sidekick aussieht. Nun kann ich diesen Bügel einfach im Kugelkopf befestigen und die Kamera genauso frei schwenken wie vorher, nur dass das ganze jetzt deutlich leichter ist. (Fotos folgen noch)

Vor dem Wimberley Nachbau hatte ich mir den Kopf nach dem Vorbild von Dietmar Nill gebaut. Dieser funktioniert ebenfalls für Schwenks bei Flugaufnahmen sehr gut. Doch wegen seiner zwei Feststellschrauben war mir eine schnelle Bedienung nicht so gut möglich. Da fiel dann die Entscheidung zum Bau des o.g. Kopfes.

Thomas´ Stative und Köpfe

Gitzo 1348 mit Burzynski Nivelierschale und -kopf
Hier habe ich investiert, das kann man nicht anders sagen. Das Dreibein-Stativ ist ein Carbonstativ, leicht, klasse und (leider) teuer. Sehr transportabel, flexibel in seiner Verstellbarkeit und stabil – so kann ich es nahezu für alle Zwecke einsetzen. Nur die Verstellung der Beine nervt etwas, doch damit kann ich leben.
Das Burzynski Zubehör bietet die nötige Verstellmöglichkeit um den Kopf in der Waage ausrichten zu können – ohne lange Fummelei an den Stativbeinen.

Markins M20
Der KB-1 war mir etwas zu labil für den Einsatz eines Wimberley Sidekick mit 500-er und Kamera. Daher erkundigte ich mich bei Thomas Block (GDT-Vorstand aus Rösrath) nach seinen Erfahrungen mit diesem Stativkopf. Das Teil kostet immerhin über 400,- €, da wollte ich keine Katze im Sack kaufen.
Nach seiner Beratung und meiner persönlichen Begutachtung bestellte ich ihn und ich bin sehr zufrieden. Sein Vorteil ist gegenüber Modellen von RRS oder Swiss, dass er bei höherer Belastbarkeit sogar noch leichter ist. Wenn schon ein Carbon-Stativ, dann auch einen möglichst leichten Kopf für den Transport im Gelände – so jedenfalls meine Meinung.

Wimberley Sidekick
Ein Zubehör zum Stativkopf für die Tierfotografie: gut und teuer. Dieser Sidekick wird als Zubehör in einen guten Kugelkopf eingesetzt und die Kamera hängt dann seitlich befestigt über der Stativmitte. Er ist ideal für lange Brennweiten, wie meinem 500-er. Darauf montiert liegen die Bodys mit dem 500-er (und Konverter) immer schön in der Waage. Vertikale und horizontale Schwenkungen sind damit leichtgängig sehr einfach und schnell möglich, ideal bei Flugaufnahmen im Ansitz.

Slik Sprint Pro GM
Ein sehr kompaktes Immer-dabei-Dreibein – für alle Fälle wo wenig mit soll. Das Leichtgewicht bringt nicht einmal 1000 Gramm auf die Waage. Ausgestattet mit einem Kugelkopf ist es eigentlich komplett. Sogar die Mittelsäule ist für bodennahe Aufnahmen teilbar.
Den mitgelieferten Kugelkopf habe ich allerdings gg. u.g. Benro KS-O ausgetauscht, die mitgelieferte Version ist Murks.

Benro KS-0
Der Kugelkopfkopf ist ein sehr kompakter, kleiner und leichter chinesischer Nachbau des berühmten Monoball B1 von Arca Swiss. Den Kopf setze ich auf o.g. Ministativ bei Wanderungen ein. Beides zusammen ist kompakt und leicht, ideal für unterwegs.
Natürlich trägt es kein 500-er, doch der Rest der Ausrüstung kann mit Fernauslöser eingesetzt werden.

Mit einer Friktionskontrolle ausgestattet funktioniert er wunderbar und reicht mir völlig.